
Allein sein ist eine gute Möglichkeit, sich seiner inneren Stärke und Verbundenheit mit dem grossen Ganzen bewusst zu werden (All-eins-sein mit dem göttlichen/Höheren Selbst / Quantenfeld). In vielen Lehren ist Einsamkeit eine spirituelle Praxis, um das Höhere Selbst zu finden und sich zu individualisieren: sich «allein» zu fühlen – ohne Ablenkung, ohne sich verzweifelt amüsieren zu müssen, ohne sich in oberflächlichen Beziehungen zu verlieren. In der Begegnung nur mit sich selbst fühlt es sich zunächst unangenehm und verloren an.
Allein spazieren gehen, ein Rendez-vous mit DIR und einem Glas Wein – einfach mit DIR SEIN, allein Ferien machen und lachen. Deinen inneren Heiler, Lehrer und Motivator aktivieren und dein kostbares persönliches Potenzial ENT-WICKELN.
Das Potenzial, das zu 90% bereits in dir schlummert und darauf wartet, ENT-DECKT zu werden. Statt noch eine Ausbildung, noch ein Zertifikat, noch ein Diplom zu machen – eine Möglichkeit ist es, dich und deinen Kopf LEER zu machen.
Gehe in die Stille – in den Wald, setz dich. Sei dir bewusst: Dein Kopf mit seinen Gedanken und dein Ego sind deine Verbündeten und Helfer.
Er zeichnet wie auf einer Festplatte alles in deinem Leben auf, denn seine Aufgabe ist es, dich vor Schaden und Schmerz zu bewahren. Deshalb warnt er dich – was im Alltag oft hilfreich ist, zum Beispiel, dass du nicht bei Rot über die Ampel fährst. Doch er ist auch die Stimme in dir, die Angst macht, Unsicherheit verbreitet, dir den Mut nimmt und deine Glücksgefühle (das Kribbeln im Bauch) killt.
Nimm deinen Verstand an die Leine:
Zeichne bewusst eine liegende 8 um den Verstand und dich. Denn DU BIST NICHT dein Verstand. Du bist jetzt in einem Feld, dein Verstand im anderen – gib ihm einen Namen: Einstein, Prinz, Queen oder König. Beginne mit ihm zu kommunizieren und stelle ihm die Frage: «Hey Prinz, was macht dir gerade Angst/Sorgen? Was macht dich unsicher und raubt dir Energie?»
Er antwortet z. B.: «Ich habe zu wenig Anerkennung!» Du wiederholst das bewusst laut: «Ah, Prinz, ich verstehe – du hast zu wenig Anerkennung. Und weiter…?» Er sagt: «Es läuft nicht, wie ich möchte!» – «Ah, ich höre: Es läuft nicht wie du möchtest.» Und so weiter. Er sagt vielleicht: «Dafür bin ich zu dumm, zu dick, zu klein, zu schüchtern / Ich habe Angst vor Krieg / Krankheit / Geldsorgen»... Du wiederholst bewusst alles LAUT – Über das gesprochene Wort, das mit der Emotion nach aussen ans LICHT kommt, geschieht Heilung. Irgendwann ist der Kopf (Prinz) leer – vielleicht möchte er von vorne anfangen. Doch dann sagst du bewusst: «STOPP – das hatten wir schon. Nächstes bitte!» Und es wird still. Nutze jetzt genau diese Stille – einfach nur zum SEIN: Akzeptieren und Warten…
Warten ist die grösste Herausforderung: Nichts TUN. Warten in der Stille, wenn die äusseren Stimmen und der Kopf verstummen. Hier entsteht neue Kreativität. Ein AHA-Moment entfaltet sich, eine Tür tut sich auf und Grosses darf entstehen – aus deinem Inneren. Einsamkeit und Alleinsein ist für viele unangenehm und mit Angst verbunden. Unser Geist ist voll mit Stimmen von anderen, und wir haben zahlreiche Möglichkeiten, uns im endlosen Konsum zu verlieren und abzulenken. Einsamkeit bedeutet nicht, sich von der Welt zu verabschieden – sie bedeutet, Bekanntschaft mit uns selbst zu machen. Denn in der Stille wird unser Unterbewusstsein AKTIV. Eine unerschöpfliche Quelle öffnet sich – eine Quelle, die DA IST, schon immer war und das Einzige ist, was bleibt.
In der Einsamkeit – oder auch in Gesellschaft, aber nur mit dir – begegnest du deinen tiefen Schattenanteilen. Das ist zunächst unangenehm, doch es bringt dich zu deiner wahren inneren Essenz: Zu dem, was du bist. Ehrlich und echt. Carl C. Jung nannte das Individuation.
Die stärksten Menschen sind jene, die mit sich allein sein können und über die eigenen Ängste siegen. Hinter der grössten Angst verbirgt sich das grösste Potenzial – und jeder darf in seine eigene Angst springen, wie uns das Märchen von Frau Holle zeigt. (Siehe auch BLOG: Gib der Angst eine Chance)
Was klar ist: Wir leben in eine existentiellen Einsamkeit und mit einer existentiellen Angst in unserem Körper. Keiner hat die gleiche DNA, gleiche Gedanken, niemand kann die Gefühle des anderen fühlen. Wir inkarnieren alleine und sind alleine, wenn wir unseren Körper verlassen.
Starken Menschen wird bewusst, dass das Unbewusste (das Göttliche, das Feld der Möglichkeiten, das Höhere Selbst) durch die Einsamkeit aktiviert wird. Die Persona ist nicht das, als was wir uns nach aussen geben – durch unsere Rollen im Beruf, im Verein, bei Kollegen, in der Politik oder der Familie. Erst wenn du alle Masken ablegst und dich fein und verletzlich zeigen kannst, beginnst du aus DEINER inneren Präsenz zu strahlen. Dieses Strahlen zieht andere Menschen an – sie fühlen sich wohl in deiner Nähe und spüren unbewusst diese Sehnsucht, echt, authentisch und verletzlich zu sein.
Was für ein wundervoller Gedanke: Wenn wir jeden Menschen in seinem Strahlen und mit seinen Unzulänglichkeiten so annehmen, wie er ist – genau dort, wo er im Moment steht. Wenn wir aufhören zu bewerten und zu verurteilen, entsteht Frieden in MIR und im Aussen. Und es gibt viel Platz für Glücksmomente.
Sobald du merkst, dass du nur noch funktionierst: Nutze deine Möglichkeiten des Alleinseins und leere immer wieder deinen Kopf!